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Heiner Brand

Trainer der Deutschen Handball-Nationalmannschaft (1997-2011)
Handball-Weltmeister als Spieler (1978) und Trainer (2007)
Biografie

Trainer der Deutschen Handball-Nationalmannschaft (1997 - 2011)
Handball-Weltmeister als Spieler (1978) und Trainer (2007)

Bereits in seiner aktiven Zeit zählt Heiner Brand (Jahrgang 1952) zu den renommiertesten und erfolgreichsten Persönlichkeiten des internationalen Handballs. In seiner Funktion als Trainer übernimmt der Ex-Nationalspieler die deutsche Nationalmannschaft 1996 an einem Tiefpunkt und führt sie u.a. zum Gewinn der Europameisterschaft, dem Handballweltpokal und wird mit ihr im Januar 2007 Weltmeister. Bei den Europameisterschaften 2008 belegt die Mannschaft den 4. Platz.

Bereits mit sieben Jahren streift er sich 1959 erstmals das Gummersbacher Trikot über und hält dem Verein während seiner über 25-jährigen Laufbahn die Treue. In dieser Zeit wird er als Klassespieler und vorbildlicher Kapitän nicht nur Galionsfigur der Oberbergischen, sondern prägt ein ganzes Jahrzehnt lang den Handballsport in Deutschland entscheidend mit. Mit seinem Verein erringt er mehrfach die Deutsche Meisterschaft und holt den DHB- und Europapokal sowie den Super-Cup.

Mit der Nationalmannschaft wird er u.a. 1979 Weltmeister im Finale gegen die Sowjetunion. Als Spieler agiert der 1,93 m große Modellathlet stets als kompromissloser Kämpfer, für Ex-Teamchef Vlado Stenzel ist er "der beste Abwehrspieler aller Zeiten".

Seine Karriere als Vereinstrainer beim VfL Gummersbach startet er 1988 mit einem Meistertitel, ein zweiter folgt 1991. Bei seinem einjährigen Intermezzo bei der SG Wallau-Massenheim holt er dort die Meisterschaft und den Pokal.

Die Nationalmannschaft übernimmt er "beim Nullpunkt". Er stellt sich der schwierigen Aufgabe mit großem Engagement, baut vor allem auf die "Macht der verbalen Motivation" und formuliert klar seine Ziele. Die mentale Schwäche erkennt er als Grundübel. Der Erfolg gibt ihm Recht: Sensationell holen die Deutschen 1998 des Supercup gegen Frankreich, Deutschland zählt wieder zur Weltspitze. Auch nach Rückschlägen verliert der ‚Beckenbauer des Handballs’ nie den Glauben an seine Mannschaft. Mehrfach zieht sein Team ins Finale wichtiger Turniere. Im Juni 2011 beendet er seine Kariere als Trainer der deutschen Handball Nationalmannschaft.

Der studierte Betriebswirt, der eigentlich die Versicherungsagentur seines Vaters übernehmen sollte, wurde für seine herausragenden sportlichen Erfolge mehrfach ausgezeichnet: Siebenmal wurde er zum Trainer des Jahres gewählt und erhielt 2007 das Bundesverdienstkreuz. Sein Sport bestimmt sein Leben - wobei der Erfolgscoach immer betont, dass für ihn der Erfolg der Mannschaft stets Priorität vor persönlichen Triumphen hat.

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